von Ahnung, Wissen und Verdacht…
Okt 29th, 2007 | By feydab | Category: macht SpassPersönlich frustrierend ist für mich derzeit mein liebstes Stöckchenspiel, da ich einfach unterirdisch schlecht spiele, ohne den tatsächlichen Grund zu erkennen. Sicherlich ist der Tunneleingang schwer zu finden, wenn das Kopfkino wirre Filme bringt und das Material mangelhaft performt, dennoch sollte ich inzwischen genug Erfahrung haben um mich zumindest am Tisch zu wehren und nicht widerstandslos abschießen zu lassen. Nur dann könnte oben genanntes auch zu einer Entschuldigung herangezogen werden.
Trotzdem bleibt aber auch festzuhalten, dass die besten Mannschaftskameraden der Liga auch einen desaströsen Spieltag zu einem hochgradig amüsanten Erlebnis werden lassen können, so der Gegner denn ähnlich diletant und arrogant dahersteppt wie unser gestriger. Der Kollege Gross hätte bemerkt, das Auftreten der Players sei totsicheres Auftreten bei absoluter Ahnungslosigkeit, meine Formulierung ist eher dass gestern einfach im Brustton der Überzeugung sinnloser Schwachsinn von sich gegeben wurde, und das von einem C-Kader Schiedsrichter und einem ehemaligen Oberliga Spieler.
Dass zuletzt genannter noch nicht mal die Größe besitzt einfach nach seinem dritten Foul in Folge das Spiel selbsttätig als verloren zuzugeben, und sich urplötzlich auf einen – bis dahin – nicht erkennbarenn Schiedsrichter der Partie beruft, mag zwar regelkonform sein, zeigt imho aber allenfalls einen krankhaften Ehrgeiz und mangelnden Sportsgeist. Es würde mich aber auch erfreuen, wenn meine Teamkameraden zukünftig zur Kenntnis nehmen, dass man sich eben nicht immer auf den Schiedsrichter verlassen können und ein Ligaspiel – auch wenn es den Eindruck eines Kneipenturniers macht – immer noch etwas anderes und die sportliche Fairnis auf Seiten des Gegners gelegentlich begrenzt ist.
Das Regelwerk zu 14:1 ist zugegebener Maßen recht umfangreich und in Einzelfällen auch recht kompliziert, dennoch erwarte ich von einem C-Kader Schiedsrichter zu wissen, dass nach einer Karambolage zumindest eine Kugel die Bande anzulaufen hat, um einen korrekten Stoss ausgeführt zu haben, der Spieler vom Nachbartisch in keinem Fall das Spiel unterbrechen kann und eine Lageverbesserung bei so einem Foul nicht statthaft ist. Wenn besagter Mensch aber dann auch noch bei der darauffolgenden Aufnahme meines Mannschaftskameraden seine Ahnungslosigkeit bezeugt und ein Foul gibt, weil die angesagte Kugel nicht getroffen wurde, obgleich der Stoss ansonsten korrekt ausgeführt wurde, schleichen sich Zweifel ein, ob dieser Mann zurecht auch noch Kreissportwart ist.
Anni und Toddi kann ich nur ein aufmunterndes “Mal läufts gut, mal läufts sehr gut” zuwerfen, gestern lief es eben nur gut und wir waren halt nicht Papst, aber der hat auch im Leben nicht so viel Spass und Galgenhumor wie wir 5, deswegen ist dies auch mein zweiter Beitrag unter der Kategorie “macht Spass” – Dank Euch ![]()

An jedem verdammten Sonntag… (naja fast…)
Endlich mal ein thema für das es sich lohnt realitätssinn, lebensphilosophie, diskussionsfreude sportsgeist, aber auch selbstkritik und einiges mehr miteinander zu kombinieren… es geht um billard.
In meiner wenn auch noch recht jungen „billardkarriere“ habe ich mich schon desöfteren mit dem thema motivation und erkennen des gewissen „sinnes“ in seinem sport befasst. Was treibt uns immer wieder zum tisch… hatte ich bisweilen die begriffe/formulierungen „Wahnsinn“, „Mangel an weiteren Hobbies“ u.v.m. parat…habe ich allerspätestens am vergangenen Sonntag die für mich ultimative erkenntnis gefunden… es ist so schlicht und doch so oft schwer zu erhalten… es ist der SPASS an dem was man tut, mit denjenigen die es mit einem tun… in unserem fall… das schlichte „stöckchenspiel“…
Mir persönlich liegt das Spiel sehr am Herzen und auch ich überlegte in der Vergangenheit bereits mehrfach, das ein oder andere billard-notwendige werkzeug doch lieber der erhöhung der zimmertemperatur zu opfern, um diesem gegenstand wenigstens in dieser form einen sinn zu geben… aber mal ehrlich… warum soll man den umstand, dass man von seinem leidenschaftlich verfolgten hobby zu glück nicht leben, sich ernähren muss, sondern dies durch (heutzutage auch nicht grade selbstverständlichen) berufe bereits abgesichert wurde, nicht zum positiven nutzen?
Ich für meinen teil, weiss dieses glück zu schätzen und versuche dies auch zu vermitteln.
Den grössten erfolg hat diese mannschaft bereits in dieser saison erzielt… sie hat sich gefunden, mit allen Leuten,die in ihr spielen und dieses ist bereits mehrfach und ehrlich auch von außerhalb reflektiert worden…
Dieser Umstand macht Siege umso schöner und Niederlagen umso erträglicher… und aus diesem grund kann zumindest ich für meinen teil auch nach einer 7:1 auswärtspleite mich selbst noch mit stock in der hand im spiegel sehen…und ohne falschen pathos überzeugt behaupten, dass auch wir für uns an jenem Sonntag gepunktet haben…
Aus dieser Überzeugung heraus, werde ich kein einziges überflüssiges Wort an unseren Gastgeber vergeuden…trotz ihres recht hohen sieges wird auch diese mannschaft irgendwann an ihre spielerischen oder menschlichen grenzen stossen und dann wird sich zeigen müssen, wie der begriff „mannschaft“ in diesem hamburger verein definiert und ausgekleidet wird. ich kann für sie nur hoffen, besser als an jenem sonntag…
Insofern kann ich nur allen Mannschaftsangehörigen, die mitgespielt, mitgelitten, mitgelacht oder einfach krankheitsbedingt im wahrsten Sinne des Wortes „mitgefiebert“ haben, überzeugt zurufen…
Mit Euch Fünf an jedem verdammten Sonntag immer wieder gern…