die neue (Welt)Ordnung

Nov 2nd, 2007 | By feydab | Category: draussen vor der Tür
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Dass Bundesbürger inzwischen generell Verdächtig sind und vor sich selbst geschützt werden müssen ist inzwischen hinlänglich bekannt, dass diese Paranoia inzwischen aber einem globalen Generalverdacht Platz machen muss, ist hingegen neu. Demgemäße Interpretationen lassen zumindest die Äusserungen des BND Leiters Ernst Uhrlau anlässlich des gestern begonnenen 9. BND-Symposiums zu und bezeugt zusammen mit dem in derartigen Diskussionen zum Inventar zu zählenden MöchtegernRollstuhldiktator ein weiteres mal das Schubladendenken und die Lernresistenz unserer Regierungsorgane.

Im Lichte von Bosnien, Afghanistans, dem Sudan oder Somalia könne man erkennen, dass ein zusammenbrechen staatlicher Organisation zu Krieg, Chaos, Korruption führen und in der Folge Armut und Verzweiflung der Menschen nach sich ziehen – so Herr Uhrlau, und weiter: Die Auswirkungen davon werden nicht mehr örtlich begrenzt bleiben, sondern in einer globalisierten Welt – siehe Afghanistan – die internationale Sicherheit schnell bedrohen können…Die alte Ordnung, darin sind sich die Experten einig, erodiert Betroffen sind davon vor allem Teile Asiens, Afrikas und Lateinamerikas. Die Folge: Staatliche Ordnungen lösen sich auf, Gewalt diktiert das Leben, nicht staatliche Akteure übernehmen im rechtslosen Raum anschließend die Führung.

Das genau das Beispiel Afghanistan zeigt, dass Repressalien der alten Ordnungsmächte und Institutionen gegen die Bevölkerung und anders Denkende zu Extremismus geführt und die Menschen erst in die Arme religiöser Fanatiker getrieben haben wird genauso verschwiegen, wie die Tatsache, dass die Erkenntnisse des Herrn Uhrlau etwa so alt sind, wie die “zivilisierte Menschheit”, siehe das römische Reich, das heilige römische Reich deutscher Nation, diverse Dynastien in China, die Inkas oder selbst die Osterinseln.

Was hingegen (mal wieder) Gebetsmühlenartig wiederholt wird, ist die Forderung den “Verfall der klassischen Ordnung” mittels Aufhebung der Grenzen zwischen innerer und äusserer Sicherheit einzudämmen und zu neuem Glanz zu verhelfen. Die Wirklichkeit hält sich manchmal nicht an Trennungsgebote, meinte in diesem Zusammenhang der BundesInnenmann verlangte erneut eine Aufweichung der Zuständigkeiten zwischen Bundeswehr und Polizei.

Es lässt sich also festhalten, Geheimdienstinformationen müssen garnicht aktuell sein, da sich Geschichte eh immer wiederholt, ebenso wie der hilflose Aktionismus der Staatsmacht.

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