Die Endlösung der Somalia-Frage…

Dez 18th, 2008 | By | Category: Dinge die mich ärgern, draussen vor der Tür
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Ich hatte mich vor über einem Jahr – unter anderem Aufhänger – schon einmal zum Thema Somalia ausgelassen, inzwischen ist die Problematik ja aber wohl selbst jedem BILD-Leser geläufig.

Mit der Entführung des Supertankers Sirius Star wurde am Horn von Afrika offensichtlich der Bogen überspannt und die Interessen des internationalen Großkapitals so empfindlich getroffen, dass sich deren Polit-Marionetten jetzt mit Vorschlägen und Maßnahmen gegenseitig übertreffen, die alle eines gemeinsam haben: Sie kurieren Symptome.

Die Ursprünge des Problems liegen in der totalen Anarchie des zerissenen Landes. Der vergebliche Versuch der Übergangsregierung landesweite politische Strukturen aufzubauen scheitert in jeder Hinsicht an lokalen Interessen und einem militärischen Patt nach der Intervention Äthiopiens 2006. Alle Versuche einer Konfliktlösung sind aussichtslos in Anbetracht der hohen Gewaltbereitschaft und praktisch freier Verfügbarkeit von Waffen aller Art. Eine Situation, die sich letztlich nur noch verschärft hat durch Lösegeldzahlungen in Millionenhöhe an lokale Patriarchen.

Ähnlich wie in Dafur besteht seitens der Weltgemeinschaft keinerlei gesteigertes Interesse den Menschen im Land zu helfen, weder zeigt sich jemand bereit die Führung einer Friedenstruppe zu übernehmen noch wird irgendeine Form zielstrebiger Entwicklungsarbeit geleistet. Nach dem Scheitern der US-Truppen 1994, die wegen Parteinahme und Verfolgung von Eigeninteresse in eine unhaltbare Situation gelangt waren, war die einzige Sorge der Staatengemeinschaft nach 2001einen islamischen Staat zu verhindern, weswegen sogar die militärische Unterstützung der Übergangsregierung durch Äthiopien mehr oder weniger geduldet wurde.

So verlässt sich die UN nun auch auf einen weiteren Freibrief zur Gewalt, indem sie selbst die Verfolgung von Piraten auch an Land erlaubt, nachdem sie zuvor schon die Sicherung der Versorgungslieferungen im Rahmen des Welternährungsprogrammes und der Handelswege auf See abgesegnet hat. Das hier wieder die USA sich als treibende Kraft ausweisen überrascht wenig, ebenso wenig wie das traditionelle Verhalten der Europäer in allen Belangen rund um den schwarzen Kontinent. Weil die Profite in Gefahr sind, will sich einer generellen Verantwortung nicht entziehen, sich aber zur gleichen Zeit keinesfalls die Hände deswegen schmutzig machen und dabei wäre genau das notwendig.

Allein eine rigorose Entwaffnung aller Konfliktparteien könnte sich als praktikabel erweisen, gebündelt mit gezielter Wiederaufbau- und Entwicklungshilfe, alles andere spielt dauerhaft nur den Extremisten in die Hände. Selbst die Kosten dafür wären relativ gering angesichts der Alternative einer ewigen Seeblockade und eines langsamen Ausbluten des afrikanischen Staates.

In wessen Interesse steht das aber, wenn der Rüstungsbericht für 2007 trotz Schönfärberei der Bundesregierung mal wieder Rekordzahlen ausweist? Wen kümmern denn die blöden Neger, wenn es um deutsche Arbeitsplätze geht?

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  1. [...] den freien Seehandel schützt und Lösegelder an Verbrecher bezahlt um sich nicht die Hände in einem Land schmutzig machen zu müssen, das keine interessanten Rohstoffe bietet, derweil [...]

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x:scnr x:p x/ o.O ^^ O.x =p ;) :ööh :| :x :watch :top :stop :slime :silent :sigh :sic :shut :shoot :scnr :rofl :pray :pirate :phone :panic :p :o| :osama :o/ :o) :noob :mad :look :linux :know :kk :kiss :grin :clap :bounce :L :D :? :/ :) :(( :(





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