ich kann garnicht so viel fressen wie ich kotzen muss…

Jun 18th, 2009 | By | Category: Allgemein, der Gullideckel, Dinge die mich ärgern, personal concern, Stöckchen
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Normal bin ich ja ein friedlicher Mensch, der immer mit sich reden lässt, aber irgendwann geh ich auch mal auf die Barrikaden. Ich hatte mich ja schon im April darüber ausgelassen, dass bei unserem Umzug so einiges schiefgelaufen ist, um es freundlich zu formulieren, aber inzwischen eskaliert die Sache total und ich fühle michverarscht maßlos von der Firma Daul in München und ihrem Partner Zapf in Hamburg.

Kurz die Fakten: Das Umzugsunternehmen Daul mit Sitz in München hatte ein Angebot abgegeben für den Umzug meiner Freundin von München nach Hamburg. Wichtiger Bestandteil des Angebots war ein Klaviertransport und das Unternehmen wurde bei der Wohnungsbegehung darauf hingewiesen, dass das Instrument ausserordentlich schwer und groß ist. Trotzdem klappte dann der Auszug aus der alten Wohnung sehr schnell und reibungslos, so dass wir voller Vorfreude die Möbel dann zwei Tage später in HamburgProbleme erwarteten, und hier begannen dann die , weil es schnell offensichtlich wurde, dass das Klavier nicht auf herkömmlichen Wege in die Wohnung gelangen könnte. Sobald das aber fest stand sank nach meinem Eindruck auch die Motivation der Träger unsere Couch und den nagelneuen Geschirrschrank in die Wohnung zu tragen, schließlich “käme ja eh ein Kran” und man “könne das dann ohne Aufwand in einem Abwasch machen” so der zuständige “Truppleiter”

In gutem Glauben an die Urteilskraft der Möbelprofis und den gemachten Erfahrungen beim Auszug, willigten wir also ein, die drei Teile bei Zapf ans Lager nehmen zu lassen um dann in den folgenden Tagen die Anlieferung per Kran zu erwarten. Der Mehrpreis sollte nach ersten Schätzungen des hinzugezogenen Klaviertransporters “bei 500 maximal aber 1000€ liegen, je nach Aufwand”, man habe vor einiger Zeit einen ähnlichen Transport im Nachbargebäude vorgenommen.

So zogen dann die Wochen ins Land. Statt einer schnellen Lösung musste erst die Eigentümerversammlung zustimmen, dass der Kran dort auf dem Grundstück stehen dürfe, wir sollten eine Haftungserklärung abgeben, dass wir evtl. Schäden an umliegenden Gebäuden und Fahrzeugen übernehmen , ein Gerüst müsse gebaut werden und die Kosten stiegen schnell ins Uferlose. Spätestens nach 14 Tagen stellte ich telefonisch gegenüber der Fima Zapf und dem Klaviertransporter klar, dass wir den Klaviertransport von dem Rest der Möbel abkoppeln müssen und uns um eine Einlagerung des Klaviers bemühen sollten. Selbst der Klaviertransporter äusserte sich hoffnungslos angesichts der steigenden Schwierigkeiten und der Tatsache, dass allein der Gerüstbauer satte 1000€ veranschlagte. Statt aber die mehrmals verlangte Alternative für unsere Couch und den Schrank anzubieten, bei deren Anlieferung die selbsternannten Transportprofis eigentlich keine Schwierigkeiten haben dürften, begegnete man uns bei Daul und Zapf inzwischen mit vollkommener Hilflosigkeit, die darin gipfelte, dass man die Einschaltung eines Krans als alternativlos bezeichnete und statt des 200€ teuren Klavierhandlings eben “nur” 150€ für die Arbeit der Möbelpacker berechnen wolle – immerhin mit der Zusicherung “keiner will sich an der Aktion bereichern”. Sogar die Abgabe eines Angebots zur Einlagerung des Tastenintruments wurde uns gegenüber explizit verweigert! Dass aber niemals ein wirkliches Ablieferhindernis für die beiden Wohnmöbel bestanden hat, wurde geflissentlich ignoriert.

Frustriert von der Situation inzwischen 12 Wochen ohne Couch und Schrank in einer teuren Wohnung zu leben, setzten wir dann per Mail eine Frist zur Ablieferung der beiden Teile für letzten Samstag, frei nach dem Motto “Hilf dir selbst” Zwar verlangte man im Hause Daul/Zapf immer noch 150 allein für die Anlieferung “frei Bordsteinkante” die wir auf 80€ gedrückt haben, aber immerhin würden wir dafür zumindest unseren Wohnkomfort endlich deutlich steigern können. Sowohl per Mail, als auch am Telefon hatten wir ausdrücklich klargestellt, dass das Klavier von uns eingelagert werden würde und wir dazu zu einem späteren Zeitpunkt noch genauere Angaben machen würden. Auch diese Information ging aber wohl firmenintern verloren, denn als es am Samstag bei uns klingelte, stand das Instrument schon auf der Straße vor unserer Tür, nebst Couch und unserem Schrank, der zwar im April noch fabrikneu, inzwischen aber an der Rückseite gebrochen, frontseitig mit Stoßschäden und ringsum mit mindestens 4 blauen Schleifspuren “verziert” war.

Immerhin konnten wir die anwesenden Möbelpacker überzeugen, dass Klavier nicht abgefordert zu haben, so dass sie es relativ schnell wieder einluden und nachdem ich die Schäden am Schrank dokumentiert hatte, haben wir dann – ohne “Fachpersonal” aber mit Hilfe von zwei Freunden – die beiden verbleibenden Sachen ohne Probleme oder technische Hilfsmittel durchs Fenster in unsere Wohnung gebracht, noch nicht mal ein Gerüst haben wir gebraucht, Zeitaufwand etwa eine Stunde

Gleich am Dienstag bekamen wir dann einen Anruf aus München, wie denn mit unserem Klavier zu verfahren sei, und wann wir das abholen wollten, was mich wieder mal in Erstaunen veretzte, denn ich hatte stets festgehalten, dass ich es als Vertragspflicht ansehe, dass das Instrument innerhalb Hamburgs ausgeliefert wird, immerhin hat man ein Angebot abgegeben und auch wenn man sich diesbezüglich auf ein nicht vorhersehbares Ablieferungshindernis berufen würde – was ich allerdings per se bestreite, da man sich im Vorwege die Gegebenheiten hätte ansehen können – wäre doch zumindest aus meiner Sicht eine gewisse Kulanz bei der Umlagerung des Klavier – so man dann Vertragserfüllung als Antrieb ausser Acht lässt – angemessen gewesen. Weit gefehlt, allein um das gute Stück ganze 17 km weit von Lagerrampe zu Lagerrampe zu fahren, ruft man nochmals satte 150€ auf… netto, versteht sich… die Beschädigungen an unserem Schrank sind indessen offensichtlich in Vergessenheit geraten, eine wirkliche Aussage zur Haftung oder Schadensregulierung kam bisher jedenfalls noch nicht...

In meinen Augen ist man weder bei Zapf noch bei Daul bemüht uns in irgendeiner Weise entgegen zu kommen, und trotz aller gegenteiliger Behauptungen, einfach schamlos abkassieren möchte. Natürlich werden wir das Klavier keine Sekunde länger als nötig in der Obhut dieser angeblichen Profis zu belassen, selbst wenn wir deswegen noch mal Geld auf den Tisch legen müssen, aber auf der anderen Seite gibt es ja auch immer noch Vertragspflichten und einen Anwalt. Und auch wenn jetzt schon unsere Forderungen ganz erklecklich sind, wird mich die kalte Wut packen, wenn an dem Instrument auch nur ein neuer Kratzer zu erkennen ist.

Apropos… Ich erkläre hiermit schon mal rein vorsorglich, dass es sich bei den o.a. Vorgängen um eine reine Schilderung der Tatsachen handelt. Sollte das von einem der Beteiligten anders gesehen werden, bin ich gerne bereit auch eine Gegendarstellung zu veröffentlichen. Alle Wertungen der Ereignisse sind auch als subjektiv kenntlich gemacht und unterliegen insofern der Meinungsfreiheit.

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