Mein neuer Hofnarr…
Dez 9th, 2009 | By feydab | Category: Dinge die mich ärgern, draussen vor der Tür, PolitikIch bin ja immer geneigt hoffnungsvollen Talenten eine berufliche Perspektive zu bieten, aus diesem Grund habe ich mir einen neuen Hoffnarren angestellt. Nachdem mein alter Hofnarr unlängst seinen Hut geworfen hat, weil er verpetzt wurde von dem bayrischen Streber von und zu Geckenzwerg, habe ich mich an die Bundesargentur für Armut gewandt und auch umgehend diverse Vorschläge unterbreitet bekommen. Entschieden habe ich mich letztlich für den gebürtigen Saarländer und Wahl-Jamaicaner Peter M., der mir auch vorher schon durch seine humorige Geisteshaltung aufgefallen ist.
Ausschlaggebend für meine Wahl war dabei letztlich das Interview des Herrn M. in Spiegel Online in dem er nun auch seine satirischen Fähigkeit dokumentierte, nachdem er mit seinen Partnern von FDP und Grünen noch vollmundige Versprechungen gemacht hatte im Koalitionsvertrag. Wörtlich heißt es da zum Beispiel: [Von der Koalition] wird angestrebt, den Anteil der Ausgaben für Bildung und Wissenschaft am Landeshaushalt schrittweise auf 30% zu erhöhen. oder Das Saarland bekennt sich zum Ziel eines nachhaltigen Abbaus der Netto neuverschuldung. Die sog. Schuldenbremse sieht vor, ab dem Jahr 2011 bis zum Jahr 2020 das Haushaltsdefizit auf Null zurückzufahren.
Dass diese Worte das Papier nicht wert sind, auf dem sie geschrieben stehen, sollte jedem Wähler von vorneherein klar sein, aber der lustige Peter vermag uns inzwischen sogar den Schuldigen an der Misere zu benennen: Das blöde Wahlvolk, denn Die Erwartungshaltung an die Politik ist nicht erfüllbar betont der neue Hofnarr dem Spiegel gegenüber und gibt damit tiefe Einblicke in die Unbilden des Politikerlebens Die Regierung soll zusätzliche Leistungen erbringen, zum Beispiel im Hochschul- und Bildungsbereich. Gleichzeitig soll die Staatsverschuldung gesenkt, und dann sollen auch noch die Einnahmen durch Steuersenkungen vermindert werden. Das passt nicht zusammen, das ist die Quadratur des Kreises. Niemand kann das leisten.
Merke: Politik ist nicht die Kunst dem Wähler das Machbare zu versprechen, sondern die Kunst eigene Versprechungen als nicht machbaren Wählerwillen zu postulieren und dafür mehr Geld zu verlangen…
