Liebe Frau Knobloch, lieber Herr Bagis…
Sep 5th, 2012 | By feydab | Category: Dinge die mich ärgern, draussen vor der Tür, Feydab erklärt das Grundgesetz, macht Spass, PolitikLiebe Blog Leser, in Anlehnung an den großen Dirty Harry stelle ich hier heute zwei leere Stühle in meinen Blog, stellvertretend für die Jammerboje des Holocaust – Frau Knobloch – und den in Deutschland weitgehend unbekannten, deswegen aber nicht weniger schrillen Europaminister der Türkei Egemen Bagis – bekennender Genozidleugner. Auch wenn ihre weltanschaulichen Positionen kaum gegensätzlicher sein könnten, sind sie doch in Kritik geeint durch das Beschneidungsurteil des Kölner Landgerichts, da sag noch mal einer ein Richter könne nichts zur Völkerverständigung beitragen.
Wer sich die Logorrhoe der beiden Kandidaten im Wortlaut durchlesen möchte, kann hier und hier nachschauen, grob zusammengefasst schreibt Herr Bagis jedenfalls, dass sich deutsche Richtern demütiger gegenüber dem Islam verhalten sollten, im Hinblick auf gelebte Religionsfreiheit, die im Übrigen Grund- und Menschenrecht sei und falls man die Beschneidung tatsächlich dauerhaft verbieten will, sich gefälligst auch der christlichen Taufe anzunehmen hätte, die mindestens ebenso körperverletzend ist, wie eine Beschneidung.
Frau Knobloch hingegen beschränkt sich auf ihr übliches infantiles Geheule ob ihres jahrelangen Leidensweges aus dem KZ, aus dem KZ, aus dem KZ und aus dem KZ, stellt die “verschwindend kleine jüdische Existenz in Deutschland” über die gerichtlich festgestellte Kinderquälerei und beruft sich ebenfalls auf die gesetzlich garantierte freie Religionsausübung – nicht ohne den Seitenhieb, dass – anders als im Islam – die Beschneidung der jüdischen Jungen “konstitutiv” sei und “Kern der jüdischen Identität”.
Liebe Stühle!
Willkommen im Deutschland des 21. Jahrhundert! Ein Land voller Randgruppen, Gesetze und jeder Menge religiöser Exzesse. Ehrlich gesagt ist es mir vollkommen latte, ob euren Rabbis und Imamen einer abgeht, wenn sie an den Pimmeln eurer Jungs rumfummeln, das ist bei den Christen nicht anders, nur sind die Kinder in der Regel älter und zumeist körperlich bleiben die Jungen unbeschadet. Allerdings versuchen eigentlich nur einschlägig Vorbestrafte ihre Handlungen als gottgewollt zu rechtfertigen, in der Hoffnung auf Einweisung und Therapie (oder je nach Konfession auch die Versetzung in ein anderes Bistum) anstatt Knast. Der Verweis auf Religionsfreiheit ist hier ein vollkommenes Novum!
Offensichtlich habt ihr, liebe Stühle, damit ein Schwert gewählt, wie es schärfer kaum gegen Deutschland erhoben werden kann, denn niemand will sich ernsthaft Intoleranz gegenüber Religionen, erst recht nicht gegenüber den Juden anlasten lassen! Und doch, in einem kleinen Dorf voller kleiner Geister fragt man leise und flüstert hinter vorgehaltener Hand: Religionsfreiheit? Ist das nicht auch das Recht KEINE Religion auszuüben? Ist dieses Recht geringer zu achten, als das Recht jüdischer Eltern ihrem Sohn einen Vertrag mit ihrem Gott aufzuzwingen, zu Lasten seiner körperlichen Unversehrtheit? Wie lässt es sich vereinbaren mit den Prinzipien des Rechtstaates und der Gleichheit vor dem Gesetz, dass Beschneidung von Mädchen als barbarisch gilt und geächtet ist, die von Jungen allerdings toleriert werden muss. Wie sieht es aus, wenn der Gesetzgeber die religiöse Beschneidung legalisiert, muss ich dann nicht auch logisch die Zwangsverheiratung von vergewaltigten Mädchen erlauben? Wie vielen betrogenen Ehegatten könnte man Genugtuung durch Steinigung des untreuen Ehepartners gewähren?
Ein Staat mit Gottesbezug wurde mit Absicht verneint bei der Gründung der Bundesrepublik, um deren Wohl und Gunst ihr euch ereifert, liebe Stühle. Ihr lebt in diesem Land oder wollt euch zumindest in seinem Glanz sonnen, seine Erungenschaften teilen und seine Freiheiten genießen, nur die Pflichten unserer Gesellschaft schätzt ihr offensichtlich gering, denn göttliche Indoktrination hat bei euch die volle Wirkung entfaltet.
Natürlich kann ein Ketzer wie ich kein wahrhaft salomonisches Urteil in dieser Sache fällen, denn tatsächlich hab ich in diesem Bezug nicht mehr als Verachtung für die Eiferer übrig, deswegen möchte ich in guter religiöser Tradition ein Gottesurteil anregen, dass man öffentlichkeitswirksam auch bei Wetten dass…!? mit unterbringen kann: Wenn 72 moslemische Jungfrauen es schaffen, einem unbeschnittenen Juden die Vorhaut vom Pimmelchen zu lutschen dürfen Frauen auch Papst werden!
